Edwin Fischer gewinnt die 34. Schweinfurt Open
Donnerstag, 11. Juni 2026
Die beiden Stadtmeister Linus Schalkhäuser und Felix Partsch. Bildquelle: Yvonne Weise, SK Schweinfurt
Sogar aus Südamerika kommen die Teilnehmer, wenn der SK 2000 zu seinem jährlichen SW-Open-Traditionsturnier einlädt. Bereits zum zweiten Mal war Cesar Roces aus Argentinien zu Gast. Eine weitere Anreise ist fast nur vom Mond aus möglich.
Nach dem Startschuss von Verena Römer, Vertreterin des Sportamts der Stadt Schweinfurt, legten sich die 80 Teilnehmer mächtig ins Zeug. Galt es doch im besten Fall in die Preisränge zu kommen oder auch nur die eigene Elo-Zahl zu verbessern. Die Zahl spiegelt in etwa die Stärke eines Spielers wider.
In sieben Runden wurde viel Gehirnschmalz verwendet, hart gefightet und am Ende doch friedlich dem Gegner die Hand gereicht. Und im besten Fall eine neue Freundschaft geschlossen – egal, wie das Ergebnis war.
Ergebnisse gab es natürlich auch: Nach sechs Runden sah es nach einem Sieg des topfavorisierten Titelträgers Markus Hahn aus Kassel aus. Doch dieser geriet gegen Timo Helm nach einem Fehlzug böse unter die Räder und fiel im eng beieinander liegenden Feld knapp aus den Preisrängen. Am Ende hieß der Pokal- und Hauptpreisgewinner Edwin Fischer aus Reichenbach, der bereits im Jahr 2022 obsiegt hatte. Den 2. und 3. Platz belegten Albert Lemba und Josef Gelman aus Nürnberg bzw. Berlin. Die Preisränge komplettierten Timo Helm (Bad Neustadt) und Jonas Sinnhöfer (Würzburg).
Den Frauenpokal errang Jana Bardorz (Rottendorf) mit ihrem hervorragenden 8. Platz im Gesamtklassement. Jugendsieger wurde auf Platz 10 Jannis Rödel (Kassel), bester Senior Lothar Pütz (Zeil) mit Platz 14.
Für die hiesige Schachgemeinde war die Vergabe der Stadtmeisterpokale für die besten Schweinfurter Teilnehmer besonders wichtig. Hier hatte bei den Erwachsenen Felix Partsch die Nase vorn, bei der Jugend Linus Schalkhäuser (beide Schachklub 2000) Am Ende bedankte sich Hauptorganisator Wolfgang Kassubek bei allen Teilnehmern für ihren sportlichen und fairen Einsatz. Ebenso lobte er sein Orga-Team, das allen optimale Spielbedingungen ermöglicht hatte und keine Wünsche offen ließ.
Alle Ergebnisse findet der interessierte Leser auf chess-results: ERGEBNISSE 34. SW OPEN

Die knapp gescheiterten Favoriten gegeneinander: Markus Hahn gegen Patrick Goldsworthy. Im Hintergrund der Turniersieger Edwin Fischer. Bildquelle: Wolfgang Kassubek, SK Schweinfurt.
Bericht: Wolfgang Kassubek

